Schwert des Nordens von Luke Scull

Schwert des Nordens von Luke Scull



Seiten: 688
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453315014
Amazon: Amazon.de














Rating: 7/10

Inhalt:

Einst herrschten die Götter über die Welt und die Menschen – bis sich eine Gruppe Magier zusammenschloss, um die Macht an sich zu reißen. Die Götter fielen, die Welt versank in den Schatten. Und auch die Rebellion des Assassinen Davarus Cole und seiner Verbündeten ist gescheitert: Seine einstigen Gefährten sind entweder tot oder wurden in die Verbannung geschickt. Doch in den Schatten regt sich ein neuer Feind – mächtig und unsterblich, und plötzlich werden die Karten um das Schicksal der Menschheit neu gemischt und Feinde zu Verbündeten.

Review:

Mit „Schwert des Nordens“ liefert Luke Scull ein ähnlich gutes Werk von Grimdark Fantasy wie in seinem ersten Buch "Schattenkrieger". Leider war es schon einige Zeit her, dass ich den ersten Teil gelesen habe und somit fiel es mir etwas schwer, mich an das Ende des ersten Teiles zu erinnern. Das ist aber gerade hier ausschlaggebend. Viele Handlungsstränge bauen auf diese Endhandlung auf, die starke Auswirkungen auf die Charaktere hat.
Diese sind nun in alle Winde zerstreut und auf ihren eignen Wegen unterwegs. Brodar and Jerek befinden sich auf dem Weg Richtung Norden, nachdem Brodar die Wahreheit über seine Familie erfahren hat. Der Möchtegern-Held Davarus Cole wacht in einem Arbeitslager auf, mit viel weniger Selbstvertrauen als noch zuvor. Sasha, wieder vereint mit ihrer Schwester Ambryl, verfällt wieder in ihre Drogensucht und beide müssen feststellen, dass die Weiße Lady nicht die erhoffte Erlöserin ist. Und zu guter Letzt noch der Halbmagier Eremul der seinen Nachforschungen nach den Fade weiterführt.
Ähnlich wie im ersten Teil sind diese Charaktere wieder sehr gut geschrieben, jede Figur mit allzu menschlichen Makeln behaftet, die jedoch oftmals durch eine andere Tugend wieder ausgeglichen werden. Jedoch verlangt die große Anzahl an Personen, dass man einiges an Zeit investieren muss, um einen halbwegs guten Lesefluss zu bekommen. Ich habe selber gemerkt, dass die Geschichte unübersichtlich und lang wird, wenn man nur ein oder zwei Kapitel ließt. Schafft man aber einmal einen ganzen Brocken, zeigt sich wie gut Scull aus der Sicht dieser vollkommen unterschiedlichen Charaktere schreiben kann.
Besonders tief in die Charakterentwicklung geht er dabei auf Brodar Kayne ein, dessen Lebensgeschichte in kurzen Flashbacks erzählt wird.
Typischer Grimdarkmanier fehlen natürlich auch keine blutig, detaillierten Kampf- und Folterszenen, mit einer nicht jugendfreien Sprache J Dabei schafft es Luce Scull allerdings, mit gewitzten Dialogen die Stimmung etwas zu erheitern und die doch sehr depressiv wirkende Welt etwas aufzulockern und für den ein oder anderen Lacher zu sorgen.

Fazit:
Großartige Grimdark Fantasy, die ich jedem empfehlen kann der Joe Abercrombie, Mark Lawrence und Sebastien de Castell mag.
Schwert des Nordens von Luke Scull Schwert des Nordens von Luke Scull Reviewed by Darkybald on Donnerstag, Januar 21, 2016 Rating: 5

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